Fitness & Ernährung

Frauenzeitschrift künftig ohne Hungerhaken

06.10.09 (Diät, Essstörungen, Frauenzeitschriften, Lifestyle)

“Brigitte”, die Frauenzeitschrift schlechthin, will ein Zeichen gegen den Mager-Model-Trend setzen und ab 2010 für ihre Modestrecken nur noch normale “echte” Frauen für ihre Modestrecken modeln lassen.

In letzter Zeit scheint  die (öfftenliche) Diskussion um Essstörungen, Thinspiration und Diätenwahn im Allgemeinen und die Rolle der Models im Besonderen wieder noch mehr in den Hintergrund getrteten zu sein, als das in Deutschland (verglichen mit anderen europäischen Ländern) sowieso der Fall ist . Da war doch mal was… mit “Leben” und “Gewicht”…

Als “mutig” würde ich die Brigitte-Entscheidung allenfalls bezüglich der Modelabels, die statt der  XXS-Größen für die Shootings künftig Kleider in Größe 38 bis 42 zur Verfügung stellen müssen, und Anzeigenkunden bezeichen…

Die Leserin wird sich wohl eher angesprochen fühlen:

Die “Brigitte”-Leserin sei als Durchschnittsfrau nicht nur 23 Prozent schwerer als die aktuelle Model-Generation, sondern auch in die Jahre gekommen: Der Altersschnitt liegt bei 48 Jahren, jede vierte Käuferin ist älter als 60. Sie sollen nun bei den Modeproduktionen Schritt für Schritt lebensechte Models präsentiert bekommen, die die Redaktion selbst unter Laien castet.

Letztendlich ist die Aktion ja doch “nur” eine Marketing-Stragie, um die Verkaufszahlen des Magazins wieder zu steigern, die nicht einmal den zwingenden Verzicht auf Mager-Models fordert. Denn auch unter “echten” Frauen finden sich genügend, die in Größe 34 passen (und dabei auch noch mindestens 1,75 m groß sind…).

Nebenbei: Schon witzig, wenn man ausgerechnet über die Zeitschrift, die mehr als allen anderen mit Diät in Verbindung bringt - schließlich hat sie ihre eigene ;) - “Chefredaktion setzt Zeichen gegen Diät-Wahnsinn” titelt. (Nichts gegen die BRIGITTE-Diät, der Abnehm-Klassiker ist schon ok! :-) )

2 Kommentare

  • 1
    Lutz Balschuweit:

    Anja meinte dazu nur…

    “Das ist doch schon alles einmal durch die Presse und die wollten doch die Hungerhaken aus dem Business verbannen.

    Und was ist daraus geworden - nüscht.”

    Wo sie Recht hat - hat sie Recht. Meine Anja ;-)

  • 2
    Nicole:

    @Lutz: in Frankreich und Italien…

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