Geishakugeln - Bebo-Training nebenbei
17.02.10 (Beckenboden, Fitness, Training)
Ich suche ja ständig nach Möglichkeiten bzw. Trainingsgeräten, die das Beckenbodentraining, und das fängt schon damit an, die entsprechenden Muskeln überhaupt erst einmal zu lokalisieren und wahrzunehmen, erleichtern oder auch “greifbarer” machen. Diesmal: diese geheimnisvollen
Geishakugeln. Bitte vor dem Lesen alle eventuell vorhandenen Vorurteile beiseite räumen. Es geht hier wirklich nur ums Training der Beckenbodenmuskulatur, was sich sonst noch damit anstellen lässt, wird wer will schon rausfinden…
Was ich hier bisher an Kleingeräten (C.O.M.E., Pelvic Toner) vorgestellt habe, halte ich eher für lästig als praktikabel - und für lustig schon gar nicht. Schon der optische Eindruck führt dazu, dass ich es nicht mal in die Hand nehmen geschweige denn an den Ort der Bestimmung bringen möchte. Deshalb habe ich mir auch das Ausprobieren erspart.
Anders bei den silbernen Kugeln, die fand einfach nur schön. Und zwar auf eine Art, dass ich sie bedenkenlos im Wohnzimmer ins Regal legen würde:
Die Geishakugeln von Biank Rodalquilar bestehen aus zwei gleichgroßen Hohlkugeln, in denen sich jeweils eine schwere, frei bewegliche Stahlkugel befindet. Beide Hohlkugeln sind mit einer Silberkette verbunden, an der eine kleine, schwere Vollsilberkugel hängt.
Bis heute hat sich das Prinzip der vor fast drei Jahrtausenden in Asien entwickelten Geishakugeln bewährt. Und auch wenn sie in der überlieferten Literatur ausschließlich als exotisches, autoerotisches Spielzeug bekannt sind, lässt sich damit der Beckenboden trainieren - ganz gleich ob mit dem Ziel der Inkontinenz vorzubeugen oder sie zu behandeln, etwas gegen Rückenschmerzen zu tun, die Haltung (und damit vielleicht sogar das Selbstbewusstsein bzw. den Selbstwert) zu verbessern,… Wie das mit Sex, Lust und Liebe ist, könnt ihr an den entsprechenden Stellen nachlesen.
45 mm Durchmesser und ein Gewicht von 320 g klingen erst mal nach “upps - geht das denn überhaupt?”. Wobei sich das mit dem Druchmesser relativiert, wenn man (Frau) die Kugeln in die Hand nimmt, die Augen schließt und eben nicht an Kugeln denkt (Tipp von Biank…). Und das Gewicht macht eben - neben der Rotationsbewegung der inneren Kugeln - den Trainingseffekt aus, vergleichbar mit Hanteln (zum Training der anderen, offensichtlichen Muskeln).
Sind die Kugeln eingeführt kann man entweder durch Ziehen am Kettchen (dazu die kleine Kugel festhalten) die Kugeln zum Vibrieren - so werden intensive Muskelkontraktionen hervorgerufen und die Beckenboden-Muskulatur optimal trainiert - bringen, durch ganz normale Bewegung im Alltag oder vielleicht sogar beim allgemeinen Fitnesstraining, Pilates oder Yoga. Allerdings sollte man berücksichtigen, dass das Rollen der Kugeln in stillen Räumen wahrnehmbar ist und für das intensive Training eine passende Umgebung auswählen. Wer keine Angst vor Fragen (oder fragenden Blicken) hat, kann natürlich auch öffentlich (z.B. beim Einkaufen oder Spazierengehen) oder “halböffentlich” (Yoga-/Pilateskurs) trainieren…
Die Kugeln vibrieren wie bereits erwähnt auch wenn man sich einfach nur bewegt. Deshalb “Beckenboden-Training nebenbei”.
“Ziel des Beckenbodentrainings ist nicht ausschließlich eine trainierte Muskulatur, sondern auch das Wiedererlangen der postiven Wahrnehmung der betreffenden Körperregion. Das Fühlen und Erlebbarmachen ist Grundvoraussetzung für den Erfolg der Behandlung, denn nur ein im Bewusstsein verankerter Muskel, kann gezielt trainiert werden. Das heißt, dass die Funktionalität der Beckenbodenmuskulatur durch die Konditionierung der Willkürmotorik verbessert oder wiederhergestellt wird. Die Geishakugeln sind dafür ideal geeignet. Sind die Kugeln eingeführt, erzeugen die im Hohlraum der Geishakugeln befindlichen, frei beweglichen Kugeln, zum Beispiel durch das Hin- und Herwiegen des Beckens, kinetische Energie. Dieser Effekt wird zum Beispiel beim Gehen verstärkt. Die betreffende Stahlkugel beginnt zu rotieren und erzeugt eine Art Vibration, welche einen Muskelreflex auslöst. Dieser Effekt ist für die Trägerin sofort erlebbar und der erste Schritt einer erfolgversprechenden Therapie ohne Anstrengung absolvierbar.”
So richtig gut kommt der Effekt, wenn auf einem Crosstrainer oder Stepper trainiert sowie beim Laufen/Joggen oder beim Aerobic (da ist dann i.d.R auch die Musik so laut, dass andere die Kugeln nicht mehr hören).
(Und: Ja - ich hab das selbst ausprobiert!)
Weil sie die Wahrnehmung und die Verankerung des Beckenbodens im Bewusstsein fördern, können Geishakugeln auch dabei helfen, wenn Frau (Sorry Jungs, ihr müsst euch was anderes überlegen…) Schwierigkeiten dabei hat, beim Pilates den “Boden” vom Powerhouse oder beim Yoga Mula-Bandha zu aktivieren.
Gewicht und Vibration/Rotation bringen die Aufmerksamkeit immer wieder dahin, wo die Kugeln sind. Und: Energie fließt immer dahin, wo die Aufmerksamkeit ist. Oder:
“Dort wo Prana ist, aktiviert sich Manas. Dort wo Manas ist, aktiviert sich Prana.” (Hatha-Yoga Pradipka 4.24)
So - und wenn jetzt eine beim “Rumhüpfen” in den letzten Tagen und Wochen gemerkt hat, dass es wohl an der Zeit ist etwas für den Beckenboden zu tun… nur zu! Die Dinger machen sogar richtig Spaß! Grundvoraussetzung dafür, das man beim Training am Ball bleibt…
Bilder: geishakugel.de

17.02.10 um 19:20
Jetzt mal vom ästhetischen Gesichtspunkt abgesehen, und natürlich aus der etwas profanen Sicht eines Mannes, gehe ich davon aus dass die Teile auch “richtig Spaß” machen!
Vielleicht lag ja auch hier der grundsätzliche Zweck der Kugel?
17.02.10 um 19:30
@Gerd: Kommt natürlich auch immer auf die Absicht der Anwenderin an… alles Kopfsache
01.07.10 um 18:21
[...] relativ großen und schweren Geishakugeln von Biank halte ich für ein effizientes Beckenboden-Trainings-Gerät - gerade wegen der [...]
25.09.10 um 13:16
[...] noch? Achtsamkeit und Wahrnehmung… das geht nicht nur beim Körper selbst (ob das nun der Bebo oder andere Teile sind) sondern auch bei den Sachen, die man sich zwecks Energie- und [...]
06.12.10 um 18:30
[...] und wen wir sonst noch beglücken wollen zugemüllt versogt. Wurden da irgendwo Geishakugeln empfohlen? Oder wie kann ich mir die aussergewöhnlich vielen Suchanfragen [...]
05.02.11 um 16:27
[...] eine Ursache f