Gesundheitliche Risiken von Computerspielen
20.03.09 (Gesundheit, Wissenschaft und Forschung)
Bei der Diskussion um ein Verbot von sog. “Killerspielen” geht es vor Allem um Gefahren im psychischen Bereich und Suchtpotenzial.
Das pathologische Potenzial von Computer- und Videospielen ist jedoch umfassender. Zu häufige Besuche in der virtuellen Spielwelt führen auch zu körperlichen Erkrankungen.
“Wiitis, Atari-Daumen, Computer Vision Syndrom und Nintendo-Nacken sind nur einige der pathologischen Folgen exzessiver Spielerleidenschaft.”
So kam es bei einer Zwölfjährigen durch exzessives Spielen mit der Playstation zu einer Schweißdrüsenentzündung mit schmerzhaften Hautablösungen an den Handflächen.In der Regel tritt eine solche Entzündung vor allem an den Fußsohlen und bedingt durch starkes Schwitzen bei sportlichen Aktivitäten wie etwa Joggen auf. Das Mädchen hatte jedoch weder stark geschwitzt noch intensiv Sport getrieben, sondern sich schlichtweg täglich über mehrere Stunden mit “Gamen” beschäftigt.
“Wie berechtigt die Annahme der Dermatologen war, lag schnell im wahrsten Wortsinn auf der Hand: Als Therapie bekam das Mädchen zehn Tage völliges Spielverbot verordnet. Danach waren ihre Beschwerden komplett verschwunden.”
Zu häufige Besuche in der virtuellen Spielwelt führen auch zu körperlichen Erkrankungen – die klinischen Befunde mehren sich zusehends.
