Fitness & Ernährung

Nahrungsmittelintoleranz - das Drücken im Bauch in Kauf nehmen?

10.07.09 (Allgemein, Diät, Gesundheit, Unverträglichkeit)

Weil man etwas so gerne ist? Weil es sooo gut schmeckt?

Wer als Betroffener einer Nahrungsmittelintoleranz so denkt, sollte sich bewusst sein, dass dies auf Dauer weitere Unverträglichkeiten hervorrufen könnte. Unbehandelt können Darmbeschwerden auf Dauer schwerwiegende Schäden und Erkrankungen auftreten.

Wer sich Gedanken über seine Gesundheit macht, beschäftigt sich meist mit Herz und Hirn. Der Darm wird häufig vergessen. Dabei übernimmt er nicht nur den Hauptteil der Verdauung, sondern umfasst auch den größten Verteidigungswall gegen Bakterien, Pilze, Viren und körperfremde Stoffe.  Ein intakter Darm ist auch wegen seiner Oberfläche, die die größte Eintrittspforte für Keime in den Körper bietet, entscheidend für unsere Gesundheit.

“Jede Belastung schädigt das empfindliche Organ. Übermäßiger Alkoholkonsum, Zucker und einige Zusatzstoffe beeinträchtigen den Darm ebenso wie fortdauernde Blähungen, Durchfall oder Verstopfungen. Insbesondere bei schlecht behandelten Nahrungsmittelunverträglichkeiten, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen oder Reizdarmsyndrom bekommt der Darm kaum Zeit sich zu erholen. Anfangs treten Lücken in der schützenden Schleimhaut auf, wodurch Keime bis zu der dahinterliegenden Zellschicht vordringen. Hier aktivieren diese Immunzellen, welche Entzündungen fördern und Zellen zerstören. Enzyme sowie Transportsysteme in den Zellen gehen verloren und damit die Fähigkeit des Darms, Nährstoffe zu spalten und aufzunehmen.”

Die Druckbelastung durch Blähungen und eine vermehrte Ansiedlung krankhafter Keime bewirken, dass die Darmschleimhaut durchlässiger für Keime und größere Nahrungsmoleküle wie Getreide- oder Milcheiweißbruchstücke wird. Das Immunsystem ist vermehrt Eindringlingen und allergieauslösenden Stoffen ausgesetzt und gerät in Dauereinsatz. Daraus können sich chronische Entzündungen, Infektionen aber auch echte Nahrungsmittelallergien entwickeln.

Auslöser von Nahrungsmittelunverträglichkeiten sollten nur in verträglichen Mengen  konsumiert werden. Auch zucker- und zusatzstoffreiche Nahrungsmittel schädigen den Darm auf Dauer.

Positve Wirkungen lassen sich mit Sauermilchprodukten wie Naturjoghurt, Saurer Sahne und Kefir, aber auch Sauerkraut erzielen; sie enthalten Bakterien, die die physiologische Darmflora fördern. Omega-3-Fettsäuren aus Seefisch, hochwertigem Öl und Walnüssen wirken entzündungshemmend und stärken den Zellzusammenhalt. Ballaststoffe unterstützen die Verdauung und dienen der Darmflora als Nährstoff, die daraus kurzkettige Fettsäuren bildet, welche die Darmbarriere stabilisieren und das Immunsystem fördern.

Quelle: fet

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