Fitness & Ernährung

Sportbekleidung - funktionell und trotzdem “öko”

04.04.09 (Gesundheit, Nachhaltigkeit und Umweltschutz, Outdoor, Sport)

Öko-Bekleidung ist aus Naturfasern: Baumwolle, Wolle, Leinen,… - möchte man meinen.

Beim Sport schneiden Naturfasern eher schlecht ab. Kaum fängt man an zu schwitzen, klebt die Wäsche auf der Haut und beim leisesten Luftzug wird es kalt. Funktionelle Sportbekleidung ist aus modernen Chemiefasern, optimal auf die jeweiligen Anforderungen (elastisch, wasserdicht oder -abweisend, wasserdampfdurchlässig, geruchhemmend, mit UV-Schutz etc.) abgestimmt. Was dafür an “Zusatzstoffen” nötig ist, muss, anders als bei Lebensmitteln, nicht deklariert werden und ist nicht immer unbedenklich.

Izwischen trimmen nach “Eco”-Pionieren wie Patagonia und Vaude auch immer mehr Unternehmen der Sport- und Outdoorbekleidungsbranche ihre Prudukte auf “Grün”, damit sie Gesundheit und Umwelt weniger schadet.

Um Sportbekleidung sauber herzustellen, so dass sie hohen ökologischen Ansprüchen genügt, können die Hersteller den “Bluefinder” nutzen. Das Unternehmen Bluesign hat die Datenbank, die verrät, welche Textilchemikalien ökologisch verträglich sind und welche nicht, entwickelt.

“Der bluesign®-Standard geht einen Schritt weiter als Ökolabels. Durch den ganzheitlichen Ansatz dieses Industriestandards werden neben den üblichen Verbraucherschutzkriterien auch die Gebiete der Arbeitssicherheit, des Abwassers sowie der Abluft abgedeckt. Daneben spielt vor allem die Ressourcen schonende Produktion eine zentrale Rolle beim bluesign®-Standard.

Durch das globale Netzwerk ist der bluesign®-Standard äusserst breit abgestützt. Da er sich an den weltweit strengsten und sinnvollen Regelungen bzw. Gesetzen orientiert, ermöglicht er Ihnen durch seine internationale Gültigkeit einen einfachen und globalen Einkauf.”

Der bluesign®-Standard soll weltweit den Weg in eine gesunde textile Zukunft weisen.

Bild: © bluesign®

8 Kommentare

  • 1
    Stadtelch:

    Ich persönlich fände es ganz schön, wenn es ähnliche Listen auch für den Endverbraucher geben würde. So kann dieser gezielt einkaufen und dadurch auch Einfluß auf die Hersteller haben. Da gibt es zwar diverse “Labels” aber weniger für Sport.

  • 2
    Nicole:

    Meinst du Listen mit Hertellern, die so ein System nutzen? Die werden dann wohl auch nicht alle ihre Produkte nach dem Standard herstellen können. Letztendlich wirst du immer das jeweilige Kleidungsstück anschauen müssen, das ist gekennzeichnet.
    Wenn du meinst, es sind (noch) zu wenig Sportklamotten-Produzenten: angeblich steigen adidas, nike & Co. auch ein - bleibt ihnen auch nix anderes übrig ;-)

  • 3
    Stadtelch:

    Sorry - war einige Tage nicht online…
    Gibt ja so was wie “Textiles Vertrauen” und so. Da sieht man schon auf dem ersten Blick, was schadstoffarm oder -frei sein soll. Wenn man das bei Sportartikeln auch speziell kennzeichnen würde, wäre ja gut. Am Besten natürlich direkt die Kennzeichnung der Ware und nicht ne Liste im Web.

    Die großen Hersteller achten schon wirklich darauf aber es könnte ruhig noch mehr geschehen. Ganz vorsichtig wäre ich erst recht bei Billigproduktion aus “Fernost” - frei nach dem Motto “nur nackt ist billiger” (wäre vielleicht auch viel gesünder).
    Die Menschen ernähren sich verstärkt mit Bioprodukten, treiben Sport an der frischen Luft und das Ganze um gesund zu bleiben. Mit den richtigen “Klamotten” kannste das aber direkt wieder nichtig machen. Du packst dir da Giftstoffe auf die Haut, die im schlimmsten Falle nachweisbar über die Haut in den Körper gelangen. Da denken gewiss noch wenige drüber nach…

  • 4
    Nicole:

    Ich denke mal, wer den Standard hat, schreibt das auch den Klamotten auf’s Etikett, schließlich kostet das den Hersteller was und außerdem ist es ein Verkaufsargument. ;-)
    Dass das Zeug dann nicht unbedingt wenig kostet, muss der Kunde in Kauf nehmen (was nicht jeder kann und/oder will) - ist bei Bio-Lebensmitteln ja das gleiche…
    Damit, dass wir bei der Bekleidung was das Bewusstsein für die Gefahren für die Gesundheit angeht noch nicht so weit sind wie beim Essen, hast du sicher recht.

  • 5
    Motivation… für Hüpfdohlen? - Fitness & Ernährung:

    [...] üblichen Infos zur genialen Funktionalität und, auf dem orangen, auf dem vorne “POWER” (das hätte auch zu den anderen Farben [...]

  • 6
    Abnehmen, Sport und Dessous - Fitness & Ernährung:

    [...] weiter zu erläutern. Sport und Dessous hatte ich auch schon; dass mich - und ich mich in - Funktionswäsche und Sport-BHs bewege/n, dürfte bekannt [...]

  • 7
    Merinowolle - Natur und trotzdem funktionell? - Fitness & Ernährung:

    [...] abgestimmt herstellen lassen, macht man funtkionelle Sportbekleidung eben aus Chemiefasern. Öko kann’s trotzdem [...]

  • 8
    Jacob:

    Unter http://www.aweiku.com habe ich nachhaltig und fair hergestellte sportbekleidung gefunden die ausschli´0ßlich durch wind und solarkraft energie hergestellt wird… GOTS zertifiziert und 100% biobaumwolle.
    Sehr Stylish und TOP!

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