Thinspiration - sind die Models schuld?
18.03.09 (Ernährung, Essstörungen)
Wenn Models “Magersucht” haben, dann ist das nicht psychosomatisch, sondern gehört wettbewerbsbedingt zum Job (Anorexia competitva):
“Spindeldürre Models, aber auch einige Sportlerinnen mit extrem niedrigem Körpergewicht gelten in der Öffentlichkeit als “magersüchtig”. Die Frauen leiden jedoch nicht notwendigerweise an einer Anorexia nervosa, der klassischen Form der Magersucht.”
Sie haben weder eine Abneigung gegen Essen noch ein gestörtes inneres Körperschema. Was denn dann?
“Nicht ein psychosomatisches Leiden, sondern der berufliche Erfolg fordert das Hungeropfer.”
Insofern kannn man durchaus von einer Berufskrankheit sprechen. Bulimie ist zwar auch eine Essstörung, doch dürfte die unter Models nicht so verbreitet sein, weil die physischen Auswirkungen des Erbrechens dem Aussehen eher abträglich sind:
“Diese Schwellungen der Speicheldrüsen im Bereich der Wange oder des Unterkiefers sind meist nicht schmerzhaft, können das Aussehen jedoch sehr verändern. (…) Da beim Erbrechen die Zähne immer wieder mit Magensäure in Kontakt kommen, wird so die Entstehung von Karies sehr begünstigt. Bei zusätzlichem Calciummangel können auch weitergehende Zahnschäden auftreten.”
Na gut - sei’s drum. Müsste man sie eben durch entsprechende Betreuung (so wie bei Spitzensportlern, bei deren Sport ein extrem niedriges Gewicht mit entschiedend ist) vor den extremen Folgen der Magersucht bewahren.
Viel schwerwiegender ist, dass diese dürren Models (Visagisten und die Möglichkeit der Bildbearbeitung tun das ihre dazu) ganz “normalen” Mädchen als Figur-Vorbild dienen, und die sich aus dem Dünn-Sein und der Nahrungsverweigerung einen gefährlichen Lebensstil - Thinspiration - kreiert haben.
Ob die Initiative “Leben hat Gewicht” da was bringt?
Mehr zu Anorexia competitiva auf Anfrage per Mail (PDF).

19.03.09 um 07:15
Hat sich das noch nicht gebessert mit den Models. Dank Heidi sollten doch langsam alle jungen Mädchen wissen das mager nicht = schön bedeutet. Und soweit ich weiß wollen die italienischen Mode-Laufstege keine Hungerhaken mehr auf den Bretter sehen!
Schade….bei den Skispringern gibt es tatsächlich Betreuer die auf das Untergewicht der Sportler achten und dagegen abrbeiten. Bei den Models von Berufskrankheit zu reden ist etwas ironisch aber Ironie gefällt mir!
So hoffe ich das die Initiative “Leben hat Gewicht” den Möchtegern Models und auch den gestandenen Frauen zeigt wodrauf es ankommt…auf Gesundheit Fitness und Energie. Ein hungernder Körper kann nicht genügend Energie bereitstellen um fit zu sein!
In diesem Sinne—> Viel Spaß bei der Bewegung!
LG Bonafilia
19.03.09 um 07:35
Bei manchen Agenturen gibt es wohl einen Mindest-BMI… Das allein ist allerdings zu wenig, man sollte den Mädels auch beibringen, wie man In- und Output optimiert.
19.03.09 um 18:09
Es wird immer noch zu stark bei den Modells eine Kleidergröße unterbalb der Bohnenstange gefordert. Die armen Mädels werden somit bewusst “kaputt” gemacht - warum eigentlich?
Eine sportliche Figur (mit leichten Rundungen dran) ist doch hübscher, als Knochen mit Hautüberzug.
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