Vital beim Klettern
22.07.09 (Frauenzeitschriften, Klettern, Rücken, Therapie)
Und wieder ein Artikel über’s Klettern in einer Frauenzeitschrift - da klingelt bei mir doch gleich das Alarmglöckchen und ich rechne mit einer mittleren Katastrophe, irgendwo zwischen ahnungs- und gnadenlos. Auch oder vielleicht gerade weil dieses Heft eins von den “gesunden” ist.
“Aufwärts” ging es bei denen schon mal…
Ihre journalistische Neugier hat die Autorin in eine Kletterrückenschule geführt und so stellt sie nicht (was besser zur Jahreszeit gepasst hätte) das Klettern am Fels sondern die Indoor-Variante als “perfektes Training für den Rücken” vor.
Was ist das denn? Da ist von “langen Armen und Hüfte an die Wand”, dosiertem Krafteinsatz und Balance die Rede. Es fallen die Ausdrücke Körperbewusstsein, Koordination, ungewohnte Lösungswege (mit den Klettertechniken Überkreuzen und Eindrehen als Beispiele) die auf Alltagssituationen übertragen werden können:
In der klassischen Rückenschule hat man früher das rückenfreundliche Heben gelernt (…). Heute bringen wir den Teilnehmern viel komplexere Situationen über den einfachen Weg des Kletterns bei, die sie dann auf ihren Alltag übertragen können. An der Wand geht es eben um mehr als nur das schnöde Bücken aus den Knien.
Da scheint ja mal eine verstanden zu haben, was sie für ihren Artikel gemacht hat.
Das anschließende Interview mit einem Klettertherapeuten fasst nochmal das Wesentliche zusammen und informiert darüber, für wen Klettern geeignet ist:
Als präventives Angebot für Leute ohne akute Beschwerden. Die Rotationsbewegungen beim Klettern mag eine beschädigte Bandscheibe nicht unbedingt. Das sollte ein Arztbesuch vorher auf jeden Fall ausschließen.